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In Deutschland kommen jährlich ca. 600
Menschen bei Bränden ums Leben und rund 6.000 Menschen werden schwer verletzt.
Deshalb haben im Jahr 2000 der Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV), die "Arbeitsgruppe Heimrauchmelder" des
Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) sowie der
Bundesverband der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen (BHE),
die Kampagne
"Rauchmelder
retten Leben" ins Leben gerufen. Diese Kampagne wird von allen Feuerwehren,
vertreten durch den
Deutschen
Feuerwehrverband (DFV), der
Vereinigung
zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) und dem Bundesverband des
Schornsteinfegerhandwerks unterstützt.
Ziel dieser Kampagne soll sein, die Zahl der
Rauchmelder in Privathaushalten zu erhöhen. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern
gibt es in der Bundesrepublik in nur ca. 7 Prozent aller Haushalte Rauchmelder.
Um die Verbreitung zu unterstützen hat das Land Schleswig-Holstein im Jahr 2005
die Landesbauordnung dahingehend geändert, dass Rauchmelder in allen Neubauten
Pflicht sind. Für Altbauten besteht eine Nachrüstpflicht bis zum Jahr 2009.
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Gefahrenquellen
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Viele Menschen
Verdrängen die Gefahren und Risiken eines Wohnungsbrandes. Aber die Gefahr
lauert überall wie diese Beispiele zeigen:
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Elektrische Geräte sind in fast jedem vierten Fall die Ursache für ein
Feuer. Vor allem der Stand-by-Modus bei Hi-Fi-Anlagen und TV-Geräten erhöht
die Brandgefahr!
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Eine Brandursache ist häufig auch eine nicht abgeschaltete Herdplatte auf
der noch ein Topf steht bzw. sich ein Plastik oder ein Küchentuch entzünden.
ebenso können vergessene Brötchen im Backofen zu einer Gefahrenquelle werden!
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Kamine, Öfen und Heizstrahler sind oftmals der Ausgangspunkt von Bränden, da
hier eine Aufheizung der Umgebungsluft unterschätzt wird!
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Weihnachtsbäume und Adventskränze, die sich nur wenige Tage im Haus
befinden, können sich aufgrund der Trockenheit explosionsartig entzünden!
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Die Zigarette im Bett ist neben unachtsam weggeworfener Streichhölzer oder
der heruntergefallen Kippe die Ursache für viele Brände. Vor allem das
Einschlafen mit angezündeter Zigarette ist die Ursache für viele, meist
tödliche Brände!
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Vorurteile und Unwissenheit - eine gefährliche
Mischung!
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Es ist auch
erschreckend, dass viele Menschen durch Sorglosigkeit, Vorurteile und
Unwissenheit Brandgefahren für sich ausschließen. Da kann zusammen mit den oben
genannten eine gefährliche Mischung ergeben.
Hier haben wir mal die 4 typischsten Irrtümer für Sie:
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"Mir wird schon nichts passieren, ich bin ja vorsichtig."
Selbst die aufmerksamsten Zeitgenossen sind vor den nächtlichen
Gefahrenquellen und der Vielzahl der möglichen Brandursachen nicht
geschützt. Und vor allem nachts kann sich niemand sicher sein im Falle eines
Brandes durch Haustiere oder Nachbarn rechtzeitig geweckt zu werden.
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"Mir bleibt genug Zeit, um mich in Sicherheit zu bringen."
Falsch! Denn genau die haben Sie nicht! Viele Menschen glauben, dass sie
eine Fluchtzeit von bis zu 10 Minuten haben bis es gefährlich wird. Eine
lebensbedrohliche Fehleinschätzung. Denn schon kurz nach Brandausbruch
entsteht eine große Menge hochgiftiger Gase, so dass Ihnen nur zwei bis vier
Minuten zur Flucht bleibt.
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"Die Hitze wird mich früh genug wecken."
Das ist genauso falsch! Weit gefährlicher als die Hitze ist der Brandrauch.
Die meisten Menschen sterben bei Bränden deshalb nicht durch schwere
Brandverletzungen, sondern an Rauchgasvergiftungen. Denn schon nach wenigen
Minuten erreichen die bei Bränden freigesetzten Gase lebensbedrohliche
Konzentrationen, die schon nach wenigen Atemzügen zum Erstickungstod führen.
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"Unserer Häuser sind ja aus Stein und nicht aus Holz. Da brennt nichts."
Das ist ein großer Irrtum! Denn Möbel und Ausstattung der Wohnung brennen
hervorragend. Vor allem der immer mehr verbreitete Einsatz von Kunststoffen
entwickeln tödliches Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2),
sowie zudem hochgiftige und ätzende Dämpfe.
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