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Absetzen eines Notrufs
Wenn Sie die Feuerwehr oder den Rettungsdienst benötigen:
Wählen Sie den
NOTRUF
und schildern Sie
| WAS |
genau passiert ist
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| WO |
etwas passiert ist
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| WIE |
VIELE Verletzte gibt es
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| WELCHE |
Verletzungen/besondere Gefahren liegen vor
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| WARTEN |
SIE bis die Leitstelle das Gespräch beendet und/oder noch Fragen an Sie hat, nicht selbst auflegen
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Dann sollten Sie den Kräften kurz die Lage schildern und über die schon getroffenen Maßnahmen informieren
Achtung:
Wenn Sie von einem Handy aus anrufen, empfiehlt es sich, erst zu sagen
WO etwas passiert ist und dann erst
WAS genau passiert ist,
damit bei einer Funkunterbrechung die Einsatzkräfte zumindest wissen, wohin sie kommen müssen.
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Verhalten der Feuerwehrleute
bei Russbränden in Schornsteinen Auszug aus einem Informationsblatt der Schornsteinfegerinnung n der letzten Zeit häufen sich die
Schornsteinbrände. Durch die Verteuerung von Öl und Gas heizen viele
Wohnungseigentümer wieder mit Holz und Kohle. Mancher baut seine Ölheizung um
auf Betrieb mit festen Brennstoffen. Aber auch zahlreiche offene Kamine, Öfen
und Kaminöfen sind wieder aufgestellt worden. Bei der Verfeuerung von Holz und
Kohle fällt zwangsläufig mehr Ruß an.
Bei der Verbrennung von festen Brennstoffen in Warmwasserkesseln ist die
Verrußung noch stärker. Die Feuerungstemperatur im Kessel wird durch den
Wassermantel dauernd abgesenkt, dadurch verbrennt der Brennstoff ungenügend.
Hinzu kommt noch, dass im luftgetrockneten Holz noch immer mindestens 30 %
Feuchtigkeit enthalten sind.
Oftmals sind die Rauchrohre zu lang und nicht isoliert. Auch lassen viele
Schornsteine in Bezug auf die Isolierung zu wünschen übrig. Das sind Gründe
dafür, dass die feuchten Rauchgase mit Ruß vermischt, sich im Rohr und
Schornstein absetzen.
Ruß ist fast reiner Kohlenstoff. Bei einem Schornsteinbrand entstehen
Temperaturen von über 1000 Grad C, die schon manchen Schornstein haben reißen
lassen, so dass ein Brand im Gebäude entstand.
1. Anfangsphase
Hierbei zieht starker Rauch aus der Schornsteinmündung.
Der Ruß ist noch feucht, Temperatur ca. 600 Grad C.
2. Durchbrandphase
Jetzt lässt der Rauch nach, hört ganz auf und die Flammen schlagen über die
Schornsteinmündung hinaus, ca. 1000 Grad C.
3. Nachheizphase
Der Durchbrand ist bis zum Mauerwerk erfolgt. Bei der Durchbrandphase besteht
die Gefahr, dass sich der Ruß aufbläht, und zwar um das Siebenfache. Dadurch
verengt sich der lichte Querschnitt und die Hitze kann nicht entweichen. Jetzt
kann das Gebäude im Nu verqualmen.
Es muss sofort eine Kette mit Kugel von der Schornsteinmündung herabgelassen
werden, die den verengten Schornsteinquerschnitt vom aufgeblähten Ruß befreit.
Geschieht das nicht, kann der Schornstein durch den Hitzestau reißen oder es
kann zu Verpuffungen kommen. Die größte Gefahr besteht für das Gebäude in der
Nachheizphase. Jetzt dringt die Hitze vom Schornsteininnern nach außen.
Außer der Feuerwehr sollte bei einem Schornsteinbrand in jedem Fall der
zuständige Bezirksschornsteinfegermeister benachrichtigt werden. In den
einzelnen Geschossen müssen Brandwachen aufgestellt werden, möglichst mit
Kübelspritzen.
In den Schornstein darf weder Wasser noch
Pulver gespritzt werden. Es würde wegen der großen Hitze zu schlagartigen
Volumenvergrößerungen kommen, die das Schornsteinmauerwerk reißen lassen.
Möbel oder Bilder, die sich am Schornstein befinden, müssen abgerückt oder
entfernt werden.
Kommt es im Schornstein zu starkem Auftrieb (Rauschen), so sollte man die
Sauerstoffzufuhr drosseln, indem man die Rauchrohranschlussöffnungen
verschließt.
Ist der Schornstein auf dem Dachboden höher als 5 m und ohne Versteifung oder
gezogen, besteht die Gefahr, dass er reißt. Er müsste mit Drahtseilen und
evtl. einem Stahlrohrgerüst abgefangen werden. Er kann zusammenfallen, weil
das Schornsteinmauerwerk einen Teil seiner Festigkeit verliert.
Bei Fachwerk- oder Holzgebäuden ist die Gefahr besonders groß. Hier muss durch
Rauchdruckprobe, die vom Bezirksschornsteinfegermeister vorgenommen wird,
festgestellt werden, ob das Schornsteinmauerwerk dicht geblieben ist. Es kann
in evtl. vorhandenen Hohlräumen oder in Deckendurchführungen, die Verbindung
zum Schornstein haben, zum Brand kommen.
Diese Hohlräume, die oftmals nicht auszumachen sind, heizen sich auf und
setzen schon bei ca. 300 Grad C angrenzende Hölzer in Brand. Kommt bei der
Rauchdruckprobe Rauch aus Decken oder Wänden, so ist der Schornstein undicht.
Auch dreischalige Schornsteine halten nicht immer einen Kaminbrand aus.
Meistens liegt das an mangelhafter Bauausführung. Es wurde zu viel Zement
verwandt, Mörtelbrücken sind vorhanden, die dem Schornstein bei Brand keine
Dehnung lassen.
Auch die immer wieder anzutreffenden Holzverschalungen sind eine Gefahr bei
Russbrand. Der Ruß im Schornstein brennt ca. 1 - 3 Stunden, jedoch kann es bis
zu 30 Stunden später noch zu einem Ausbruch des Feuers im Haus kommen durch
eben die erwähnten Hohlräume, Fachwerkverbände oder Deckendurchführungen.
Zusammenfassung
Während des Abbrandes ständig zu kontrollieren sind:
· Querschnittsverengungen durch sich aufblähenden Ruß.
· Deckendurchführungen, besonders bei Holzbalkendecken.
· Angrenzende Fachwerkverbände.
· Reinigungsverschlüsse und Rauchrohranschlussöffnungen.
· Holzverschalungen am Schornstein.
· Die Standsicherheit des Schornsteins, besonders bei gezogenen Schornsteinen.
· Funkenflug.
Vorbeugende Maßnahmen sind die regelmäßige Reinigung der Rauchrohre und
Schornsteine und eine Sichtprüfung und Rauchdruckprobe der Schornsteine durch
den Bezirksschornsteinfegermeister vor der Inbetriebnahme.
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